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Mass nehmen statt raten: die vier Zahlen, die Sie brauchen

Konfektionsgrössen sind nicht genormt. Eine 38 der einen Marke kann eine ganze Grösse neben der 38 einer anderen liegen, und dieselbe Marke fällt bei einer gewobenen Bluse anders aus als bei einem Jersey-Oberteil. Wer nach der gewohnten Zahl bestellt, sendet deshalb überdurchschnittlich oft zurück. Zuverlässig übertragbar sind nur Ihre eigenen Masse. Das Messen dauert etwa fünf Minuten und braucht nichts weiter als ein Massband.

Die vier Masse, die Sie brauchen

Messen Sie über der Unterwäsche, nicht über Kleidung. Halten Sie das Band waagrecht und locker anliegend, ohne zu ziehen.

  • Brustumfang: an der stärksten Stelle, das Band flach über den Rücken geführt.
  • Taille: an der schmalsten Stelle, meist knapp über dem Bauchnabel. Neigen Sie sich zur Seite; die entstehende Falte markiert die Stelle.
  • Hüftumfang: an der breitesten Stelle von Hüfte und Gesäss, rund zwanzig Zentimeter unterhalb der Taille.
  • Schrittlänge: vom oberen Innenschenkel bis zum Knöchel, für Hosen und lange Schnitte.

Notieren Sie die vier Zahlen und behalten Sie sie im Telefon. Vergleichen Sie sie bei jeder Bestellung mit der Grössentabelle auf der Produktseite, statt Übereinstimmung zwischen Modellen vorauszusetzen.

Wenn die Masse zwischen zwei Grössen liegen

Die wenigsten Menschen treffen mit allen vier Zahlen dieselbe Spalte. Als Faustregel gilt, sich an der grössten Abweichung zu orientieren. Welches Mass führt, hängt vom Kleidungsstück ab. Bei figurnahen Kleidern und Blazern führt Brust oder Hüfte, je nachdem, welcher Wert weiter von der Tabelle entfernt liegt. Bei Hosen führt die Hüfte: eine leicht weite Taille lässt sich ändern, eine zu enge Hüfte nicht. Bei Oversize-Schnitten ist die kleinere Grösse oft die bessere Wahl, weil die Weite bereits im Schnitt steckt.

Das Material verschiebt das Ergebnis

Zwei Teile mit identischen Massen können sich völlig unterschiedlich anfühlen. Gewobene Baumwolle und Leinen geben kaum nach, hier sollten Sie sich eng an die Tabelle halten. Alles mit Elasthan verzeiht ein bis zwei Zentimeter. Schwere Strickware weitet sich mit dem Tragen eher, als dass sie eingeht. Die Materialangabe steht auf jeder Produktseite und ist nach der Grössentabelle die nützlichste Zeile.

Schnittangaben richtig lesen

Begriffe wie tailliert, regulär, locker und oversized beschreiben den Schnitt, nicht die Grösse. Ein lockerer 38er und ein taillierter 38er können am Körper mehrere Zentimeter auseinanderliegen. Weist eine Beschreibung darauf hin, dass ein Modell klein oder gross ausfällt, ist das als direkte Anweisung zu lesen.

Herrengrössen: drei zusätzliche Werte

Bei Hemden, Blazern und Jacken für Herren führen andere Masse als bei Damenmodellen. Der Kragenumfang wird locker am Hals gemessen, mit einem Finger Spielraum zwischen Band und Haut. Die Ärmellänge läuft von der Schultermitte über den leicht angewinkelten Ellbogen bis zum Handgelenk; gemessen wird über den gebeugten Arm, sonst fällt der Wert zu kurz aus. Der Brustumfang wird bei normal gefüllter Lunge genommen, nicht bei eingezogenem Brustkorb. Wer bei einem Blazer zwischen zwei Grössen liegt, wählt die grössere und lässt die Taille anpassen. Die Schulternaht ist der einzige Punkt, den eine Änderungsschneiderei nur mit erheblichem Aufwand korrigiert.

Wenn es doch nicht passt

Auch nach sorgfältigem Messen wird nicht jedes Teil sitzen. Dafür gibt es die Rückgabefrist. Unsere Rückgabe- und Erstattungsrichtlinie nennt Frist und Zustandsanforderungen, die Seite Häufige Fragen beantwortet die Fragen zur Grössenwahl, die uns am häufigsten erreichen. Sind Sie vor der Bestellung zwischen zwei Grössen unschlüssig, schicken Sie uns Ihre Masse und das Modell über die Kontaktseite. Sie erhalten eine klare Empfehlung, keine Ausweichantwort.

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